Studenten der WHZ präsentieren neues O-Bus-System

Mit welcher Antriebsart künftig der ÖPNV betrieben werden könnte, darum ging es am vergangenen Montag bei einem Treffen mit Forschungsstudenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Seit acht Jahren schon forscht eine Gruppe Studenten um Prof. Dr.-Ing. Matthias Thein an der WHZ zum Thema Elektromobilität im Bereich des ÖPNV. Im Außengelände der Hochschule konnte m.H.v. Forschungsgeldern eine Oberleitungs-Busstrecke aufgebaut werden. Die Studenten haben eine kombinierte Antriebsform für Busse, die im Stadtverkehr unterwegs sind, entwickelt. Ausgerüstet ist so ein Bus sowohl mit einer 540 Kilogramm schweren Batterie als auch mit einem Oberleitungssystem, das sich automatisch andrahtet. Überall dort, wo keine Oberleitungen vorhanden sind, kann der Bus durch die Batterie angetrieben werden. Diese lädt sich, sobald das Fahrzeug wieder an die Oberleitung angeschlossen ist, wieder auf. Ziel der Forschungsgruppe ist es, die Entwicklung in absehbarer Zeit als eigenes Unternehmen auf den Markt zu bringen. Bisher gibt es dazu drei Patente und ein Gebrauchsmuster. Interessiert am Einsatz dieses kombinierten Antriebes sind derzeit die Städte Berlin und Marburg.