Besuch der 4. Sächsische Landesausstellung „Boom“ in Zwickau

Einen Besuch der 4. Sächsischen Landesausstellung in Zwickau hatte ich schon länger geplant. Durch die Corona-Pandemie ist die offizielle Eröffnung mit vielen Gästen zwar ausgefallen, doch ich habe ich vor Kurzem die Möglichkeit genutzt, gemeinsam mit dem Direktor des Hygiene-Museums  Dresden, – das Hygiene-Museum hat das Ganze kuratiert – Klaus Vogel, die Ausstellung anzuschauen. Fachkundig begleitet wurde ich zudem von Evelyn Helbig. Sie arbeitet hier im Bereich Bildung und Vermittlung und führt u.a. Schulklassen durch das Haus. Das Gebäude selbst war noch zu DDR-Zeiten eine Trabant-Montagehalle des VEB Sachsenring. Daran erinnert heute auf den ersten Blick nur noch wenig. In der Ausstellung wird auf 2500 Quadratmetern Fläche anhand von mehr als 600 Exponaten das breite Spektrum von 500 Jahren Industriekultur in Sachsen deutlich.
Das Ausstellungsgebäude atmet ebenfalls Geschichte, es ist die ehemalige Montagehalle der Auto Union AG von 1938 und gehörte zu DDR-Zeiten zum Betriebsgelände des VEB Sachsenring. Zahlreiche private Leihgaben zum Thema Industriekultur in Sachsen machen die Schau lebendig, darunter viele Fotos, Gemälde, technische Geräte, Werkstoffe und Werkzeuge aus vergangenen Zeiten und historische Filme.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Ausstellung mit ihren weiteren sechs Schauplätzen – Horch-Museum Zwickau, Tuchfabrik Crimmitschau, Eisenbahn Chemnitz-Hilbertsdorf, Industriemuseum Chemnitz, Bergbau-Museum Oelsnitz/Erz., Silberbergwerk Freiberg – zu besuchen. Sie ist nicht nur interessant, sondern auch aufwändig gestaltet. Für mich war nach dem Besuch klar, dass ich noch einmal privat herkommen werde. Noch bis zum 31. Dezember 2020 ist die Ausstellung geöffnet.

Link: boom-sachsen.de