Vor Ort unterwegs: Das Helmnot-Theater vor großen Sorgen

Auch das Helmnot-Theater in Lichtenstein habe ich während meiner Sommertour besucht.

Schon zu Beginn der Corona-Krise hatte sich Theaterleiter Dirk Grünig hilfesuchend auch an mich gewandt. Mit ihm sprach ich über die schwerwiegenden Sorgen der renommierten Kulturstätte, welche bereits seit 25 Jahren besteht. „Wir sind ein Theater, das auf Tour gehen muss. Das ist uns seit Ausbruch der Corona-Krise nicht mehr möglich. Wir hatten die Auftragsbücher bis weit ins nächste Jahr hinein voll. Alle Termine wurden abgesagt.
Uns wurde die Geschäftsgrundlage genommen“, sagt der Theaterleiter. Das Team arbeitete seit dem an neuen, kreativen Ideen, doch keine konnte umgesetzt werden, keine hat funktioniert. Zudem wurde noch im vergangenen Jahr eine große Summe in eine neue Produktion investiert. Nicht einmal konnte diese gezeigt werden. Eine Weiterführung des Theaters steht nun nicht nur auf der Kippe, sondern es naht die Schließung. Obgleich Bund und Länder im Zuge der Corona-Krise finanzielle Hilfsprogramme auf den Weg gebracht haben, hat das dem freien Theater aus Lichtenstein nicht viel genutzt. „Der Betrieb ist aufwändig und durch unsere eigenen Werkstätten, Ateliers und Kostümlager kostenintensiv. Bisher kam das Theater ohne staatliche Unterstützung aus. Stand jetzt wird für das Helmnot-Theater im Oktober der Vorhang fallen“, sagt Theaterleiter Grünig.

Meine Meinung: Hier bricht gerade eine komplette Branche zusammen, offenbar hat keine der verschiedenen Fördermöglichkeiten auf das renommierte Helmnot Theater gepasst. Unterstützung des Freistaates für das über die Grenzen Deutschlands bekannte Theater gab es bisher offenbar nicht. Dort werde ich noch einmal nachhaken.

Trotz dieser schwerwiegenden Sorgen des Theaterleiters und seiner Mitarbeiter war es ein freundliches und aufschlussreiches Gespräch.