Vor Ort unterwegs: Die Reisebranche und Corona

In der parlamentarischen Sommerpause habe ich mir Zeit genommen, um in meinem Wahlkreis einige Firmen zu besuchen. Schwerpunktthema war in allen Gesprächen die Corona-Krise und ihre Auswirkungen.

Die Reisebranche war eine von jenen, die die Corona-Krise von heute auf morgen hart getroffen hat. Mit den Folgen zu kämpfen hat sie noch immer. Um mir ein klares Bild von den Auswirkungen der Krise und möglichen sinnvollen Hilfsangeboten für die Branche zu machen, habe ich in Glauchau das Reisebüro „Reiseträume“ besucht, um einfach mal zuzuhören. Mit Inhaber Patrick Leistner habe ich über die schwierige Situation der Reisebranche gesprochen. „Seit Mitte März haben wir in meinen vier Reisebüros 1200 Stornierungen bearbeitet. Unser Hauptproblem sind die vielen Provisionsausfälle, dazu kommen die laufenden Kosten für die Büros. Aktuell laufen noch immer die Rückabwicklungen für die nicht angetretenen Reisen. Das ist für uns alle frustrierend“, sagt Patrick Leistner. Darüber hinaus sieht er in diesen schwierigen Zeiten auch die Medien in der Pflicht. Es gehe darum, Verantwortung bei der Berichterstattung über dieses sensible Thema zu übernehmen und nicht wirtschaftsschädigend zu berichten. Die Zeit der Reise-Euphorie sei nun erst einmal vorbei, jetzt spielten bei reisen Emotionen eine große Rolle. 

Viele Reisen werden auch aktuell noch aus Angst vor einer Infektion wieder storniert. Die Lage bleibt so auch für Patrick Leistner mit seinen 14 Mitarbeitern in seinen insgesamt 4 Reisebüros weiter angespannt. Dennoch wünsche ich dem „Reiseträume“-Team wieder viele Reisefreudige.