Sachsen braucht ein eigenes und spezifisches Konjunkturprogramm

„Der Freistaat Sachsen braucht ein eigenes und spezifisches Konjunkturprogramm anstatt mit der Gießkanne Konsumgutscheine zu verteilen“, sagt Dr. Jürgen Martens.
Das Programm müsse einen nachhaltigen Effekt haben und Innovationen fördern.
Vor wenigen Tagen hat Dr. Jürgen Martens auf einer moderierten Veranstaltung in Leipzig gemeinsam mit einer Handvoll weiteren Bundes- und Landtagsabgeordneten, zahlreichen Unternehmerinnen und Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen der Region sowie dem Präsidenten der IHK Leipzig, Kristian Kirpal, und dem Präsidenten der Handwerkskammer Leipzig, Claus Gröhn, darüber diskutiert, wie die dramatischen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie schnell überwunden und die sächsische Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs gebracht werden kann. Claus Gröhn machte deutlich: „Die Lage für die Unternehmen in Sachsen ist zum Teil sehr ernst.“ Er plädiert dafür, beispielsweise sachgrundlose Rückstellungen bis zu 200.000 Euro zur Stärkung der Krisenfestigkeit von Unternehmen aufgrund der Corona-Krise möglich zu machen und die Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge abzuschaffen.
Dazu haben die sächsischen IHKs und die Handwerkskammern bereits im Mai dieses Jahres Leitlinien zusammengetragen und ihren Appell an die Landesregierung des Freistaates gerichtet.

„Es gibt in Sachsen genügend Zukunftsprojekte, die jetzt unterstützt werden sollten. In unserem Freistaat ist die Firmenstruktur eher kleinteilig, deswegen sollte ein Konjunkturprogramm genau auf diese Struktur abzielen und kleinere Unternehmen unterstützt werden. Doch dazu muss die Landesregierung sich erst einmal intern darauf verständigen, dass es ein solches Programm braucht“, sagt Dr. Jürgen Martens.