Statement zu den Abschlussprüfungen 2020

Zwickau, 31. März 2020. Angesichts der Corona-Krise stehen die sächsischen Schülerinnen und Schüler in den Abschlussjahrgängen vor großen Herausforderungen. So findet vor den diesjährigen Abiturprüfungen voraussichtlich kein regulärer Unterricht mehr statt. Viele Schüler beklagen eine mangelhafte Prüfungsvorbereitung und sorgen sich um ihre Ergebnisse, da digitale Möglichkeiten des „Ersatzunterrichts“ nur zögerlich und uneinheitlich umgesetzt werden.

Dazu Dr. Jürgen Martens MdB: „Eine Verschiebung des Abiturs halte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die falsche Maßnahme, da dies einen zu großen Eingriff in Bewerbungsfristen etc. darstellen würde. Vielmehr braucht es von Kultusminister Piwarz eine schnelle, einheitliche Regelung für digitalen Unterricht mit Hilfe von Videoschalten.“

Das schlichte Onlinestellen von Aufgabenstellungen reiche als Prüfungsvorbereitung nicht aus. Vielmehr müssten die Lehrerinnen und Lehrer umgehend die Möglichkeit bekommen, ihre Schüler umfangreich digital zu unterrichten, damit den Schülern in Abschlussjahrgängen keine Nachteile entstehen. Das bedeutet, dass die Lehrerinnen und Lehrer auch mehr Zeit als gewöhnlich investieren, um den Schülern die gestellten Aufgaben und deren Lösung zu besprechen.