Cannabis – Legalisieren oder lieber nicht?

Cannabis zu Genusszwecken legalisieren oder lieber nicht? Welche Chancen würde eine Legalisierung bieten? Andererseits: Welche Risiken birgt das Ganze? Darüber haben Dr. Jürgen Martens (rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion), sein Fraktionskollege im Deutschen Bundestag, Dr. Wieland Schinnenburg (drogenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion) und zwei Jungunternehmer auf besagtem Gebiet aus Leipzig in der Moritzbastei auf dem Leipziger Kurt-Masur-Platz vor großem und vornehmlich jungem Publikum diskutiert.
Für die Freidemokraten ist der Weg klar: Sie fordern Modellprojekte für eine Cannabis-Abgabe in Apotheken und lizenzierten Geschäften. „Es ist an der Zeit, neue Wege im Umgang mit Cannabis zu beschreiten“, sagte Wieland Schinnenburg. Er war vor wenigen Tagen beim Richtfest für die erste legale Cannabis-Produktionsanlage Deutschlands dabei. Sie soll in Neumünster (Schleswig-Holstein) entstehen. Angebaut werden soll dort medizinisches Cannabis. Ende 2020 soll erstmals geerntet werden. Medizinisches Cannabis wird u.a. in der Schmerztherapie eingesetzt. Bisher werden die dafür benötigten Cannabis-Blüten aus dem Ausland importiert, bspw. aus Kanada.

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Die Jungen Liberalen Leipzig hatten die Diskussion organisiert.

Eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken an Erwachsene und demzufolge der Legalisierung des Besitzes dieser Produkte hätten auch Auswirkungen auf die Strafverfolgung, so Martens. Zudem würden der Spielraum der Kriminellen erheblich verkleinert, dieser Markt für sie uninteressant und die Produktqualität erhöht.
Laut Wieland Schinnenburg verringert die Anlage die Abhängigkeit Deutschlands von Importen aus dem Ausland. „Wir brauchen in Deutschland fünf bis sechs Tonnen pro Jahr“, sagte er in Leipzig. Deutschland müsse die Grundlagen für die Ausfuhr von medizinischem Cannabis schaffen.

Nach seinen Vorstellungen könnten hierzulande mindestens 50 Tonnen pro Jahr produziert werden. „Wir wollen Cannabis made in Germany als Exportartikel“, sind sich Martens und Schinnenburg einig.

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