Dr. Jürgen Martens MdB informiert sich über Dürreschäden

Gospersgrün – Nach den Meldungen über erhebliche Dürreschäden in der Landwirtschaft und der vom Bauernpräsident Joachim Rukwied geforderten millionenschweren Unterstützung für betroffene Landwirte hat sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jürgen Martens nun selbst ein Bild von der aktuellen Situation gemacht und den Agrarhof in Gospersgrün besucht.

Im Gespräch mit Genossenschaftsvorstand Lars Oehler wurde deutlich, dass längst nicht alle Bauern nach finanzieller Hilfe von Bund und Land rufen. „Natürlich haben die lange Hitzeperiode und der nahezu nicht vorhandene Regen auch uns betroffen, aber nicht in dem Maß, dass es Existenz gefährdend ist“, sagt Lars Oehler. So sei beispielsweise beim Weizen der nahezu gleiche Ertrag zu erwarten wie 2017. Über die Maisernte konnte er zum Zeitpunkt des Besuchs noch nichts sagen, weil man erst ein paar Tage später mit dem Häckseln beginnen wollte. Probleme gebe es jedoch beim Gras, das für die Silage benötigt und letzten Endes zu Futtermittel wird. „Da wird es nächstes Jahr spätestens ab Ende Mai eine Lücke geben, die wir schließen müssen“, so Oehler.

FDP-Bundestagsabgeordneter Jürgen Martens indes bezeichnet die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung der Landwirte als „nur die zweitbeste Lösung“. „Die individuelle Betroffenheit der Betriebe ist sehr unterschiedlich. Das hängt nicht allein vom Wetter, sondern auch von der Lage, der Flächennutzung und der Wirtschaftsweise ab. Genauso individuell sollten Landwirte für etwaige Ernteausfälle vorsorgen können, indem man die Möglichkeit einräumt, steuerfreie Rücklagen zu bilden und diese in Zeiten wie denen jetzt steuerfrei auflösen kann“, sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Martens. Hier in der Region könne man nicht davon sprechen, dass allein die Trockenheit und Hitze in diesem Sommer für die Bauern Existenz gefährdend sei. Wenn doch, dann habe man in den Jahren zuvor verkehrt gewirtschaftet, sagt Lars Oehler. Die unbestimmte Witterung gehöre eben zum Berufsrisiko eines Landwirtes. Dass jedoch die zunehmende Bürokratie den Bauern das Leben schwer mache, verschwieg der Genossenschaftsvorstand nicht. „Das werde ich in die Beratungen nach Berlin mitnehmen“, versprach MdB Dr. Jürgen Martens. Breitgefächerte Fruchtfolgen anstatt Monokultur – auch so kann man den verschiedenen Witterungen begegnen.

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