Treffen mit Berufsbetreuern

Zwickau, 04. Juni 2018. Das Forschungsprojekt „Qualität in der rechtlichen Betreuung“ hat das zutage gefördert, was Berufsbetreuer tagtäglich erleben: Die Komplexität der Einzelfälle nimmt kontinuierlich zu, die Ansprüche an die Selbstorganisation der Menschen sind gestiegen, klare Regeln und eine den Fällen angemessene Vergütung werden jedoch vermisst. Über diese Thematik hat sich MdB Dr. Jürgen Martens (FDP) am 4. Juni 2018 in seinem Wahlkreisbüro in Zwickau mit der Glauchauer Rechtsanwältin Silke Hagenow-Ukat und dem Chemnitzer Betriebswirt Fred Fiedler unterhalten. Beide sind langjährige Berufsbetreuer und machten im Gespräch auf die Sorgen und Nöte ihrer deutschlandweit rund 13.000 Kollegen aufmerksam.

„Die meisten wissen gar nicht, was ein Berufsbetreuer eigentlich machen darf. Dazu gehört zum Beispiel nicht, den Betreuten vom Arzt abzuholen, sondern Rechtsgeschäfte für ihn zu tätigen“, erklärte Hagenow-Ukat. Natürlich müsse diese Art der Betreuung anständig finanziert werden, machte MdB Dr. Jürgen Martens deutlich. Sowohl Silke Hagenow-Ukat als auch Fred Fiedler plädieren zudem für eine entsprechende Ausbildung für Betreuer.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts – 54 Handlungsempfehlungen, die sich zum Teil an bestimmte Akteure des Betreuungswesens und zum Teil an den Gesetzgeber richten – will MdB Dr. Jürgen Martens in seine parlamentarische Arbeit mitnehmen. Denn klar sei: Je spezifischer die Fälle, desto mehr sind qualifizierte Berufsbetreuer gefragt.

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